Starrflügelcup Bösingen und Deutsche Meisterschaft 2021

Mit den Meisterschaften sah es in diesem wie auch schon im letzten Jahr Corona bedingt leider schlecht aus. Die ursprüngliche German open sollte mit der Austrian Open im Mai stattfinden. Diese fielen ebenso wie die WM in Nordmazedonien im Juli der unklaren Situation bezüglich Corona zum Opfer.

Umso erfreulicher war es , dass nun eine erfolgreiche  German Open am letzten WE im Rahmen des Bösinger Starrflügelcups durchgeführt werden konnte. Von den Spaichinger Drachenfliegern waren auch die Piloten Tilo Düpmann und Bernd Weist dabei.

 

Task 1 Ein guter Tag

Waren die Prognosen am Mittwoch noch sehr zweifelhaft, zeigte sich schon am Donnerstag morgen ein schöner „bayrischer“ Himmel. Nur der Wind wollte nicht so richtig nachlassen. Am Mittwoch abend wurde noch darüber geflachst einen Zielflug zum Bier unserer Seissener Kameraden durchzuführen. Es wurde uns versichert, dass im Ziel ausreichend Landebier stehen würde. .

Startklar

So motiviert und aufgrund des Windes wurde für den Donnerstag diese Aufgabe gestellt. Zügig ging es mittels der Schlepp-ULs in die Luft. Die ersten Starts waren noch etwas holprig aufgrund der etwas turbulenten Bedingungen und die ersten Piloten standen schnell wieder am Boden aber dann sprang der Thermikofen an und nacheinander verliesen die Piloten den Startzylinder. Für ein Drittel des starken internationalen Starterfelds gings bei tollem Thermikwetter zügig über die Alb ins Ziel. Die schnellsten brauchten weniger als 2 Stunden für die 93 km Strecke. Auch der Spaichinger Pilot, Bernd Weist sowie der spätere Sieger Rafael Burri, schafften die Strecke bis ins Ziel.

Die ersten drei
Ziel-Flieger

Task 2 wurde wettertechnisch wieder eine Herausforderung

Tasksetter, ein schwieriger Job
Wo goht's ? Wo genau ???

Immer noch starker Wind und durch Wolkenfelder gestörte Thermik lies die Piloten schnell wieder am Boden stehen. Erst gegen späten Nachmittag taten sich ein paar Wolkenlücken auf und die Sonne konnte wieder etwas Thermik produzieren. Sogleich flogen die Piloten wieder in Richtung Alb zum schon bekannten Ziel Seissen bei Blaubeuren. Aber schon bald schlossen sich die Wolkenlücken wieder und die Piloten standen am Boden. Andere wurden von den herannahenden Gewittern zu Boden gezwungen.

Aber es gab einen gültigen Task.  

Der 2te Tag ging an die „Ausländer“

Task 3 Nochmals schwierige Wetterbedingungen

Der Samstag sollte vielversprechend sein. Ein Wettermodell versprach gute Bedingungen und abnehmenden Wind. Andere Wettermodelle behaupteten das Gegenteil. Das Taskkomitee vertraute den guten Prognosen. So wurde eine geschlossene Aufgabe geplant: Bösingen-Losburg – Villingen und zurück nach Bösingen.

Tilo checkt die Aufgabe

Doch schon bald zeigte sich, dass das gute Wettermodell wohl nicht eintreten wollte. Das gleiche Schicksal hatten wohl auch unsere Fliegerkameraden beim Segeflugwettbewerb auf dem Klippeneck. Auch sie hatten ursprünglich eine große Aufgabe rund um den Stuttgarter Flughafen geplant, mussten aber aufgrund der Wetterlage ihren Wettbewerbstag komplett canceln.

Die Aufgabe wurde nochmal geändert und es ging, ratet mal, wieder nach Seissen. 

Das Landebier blieb unberührt 🙁

Leider waren die Bedingungen ähnlich wie am Vortag und die ersten Piloten standen schnell wieder am Boden. Ab und an flogen vereinzelt Piloten aus dem Startzylinder Richtung Ziel. Erst gegen 15 Uhr zeigte sich ein größeres blaues Loch und die Sonne konnte wieder eine vernünftige Thermik produzieren. Schnell flogen mehrere Pulks Richtung Ziel, gings anfangs zügig voran wurden die Piloten ab der Burg Hohenzollern aufgrund nachlassender Thermik wegen abschirmenden Wolken wieder eingebremst oder gar zu Boden gezwungen. Viele Piloten standen auf einer Linie in Höhe Burladingen am Boden. Nur ein Pilot schafftes es ins Ziel bzw. den Überflug der Zeitlinie.

Daywinner

Bernd Weist flog zusammen mit Rafael Burri bis nach Ringingen. Dort machte Bernd einen taktischen Fehler, von der Sonne verleitet geriet er etwas vom Kurs ab und verspielte damit vermutlich eine Platzierung ganz vorne. Rafael glitt einfach weiter Richtung Ziel und holte sich damit den Sieg der Meisterschaft.

Die Sieger

Nach drei schwierigen Durchgängen ist Rafael Burri vom Bösinger Verein ganz nach vorne geflogen und wurde verdient Deutscher Meister in der Starrflügelklasse. Zweiter wurde Jochen Zeyher vor Alfred Mayer.

 

Siegertrio
Die Sieger mit Damenmeisterin Tina und Juniormeister Markus
Alter und neuer Meister

Bernd Weist von den Spaichinger Drachenfliegern konnte einen guten 6. Platz erfliegen, Tilo Düpmann erreichte Rang 35.

Alles in allem wars ne tolle und gut organisierte Meisterschaft. Morgens gabs Frühstück und abends konnten Essen wie Pizzas, Fleischgerichte sowie auch vegetarische Gerichte geordert werden.

Wir hatten eine Super Mannschaft von Rückholern. Am letzten Tag stand ein solcher schon da, bevor ich überhaupt mit dem Abbau angefangen hatte. Alle Schleppiloten waren sehr engagiert und zogen das Feld in kurzer Zeit in den Himmel.

Startleiter

Vielen Dank an die Mannschaft Backstage, welche meist im verborgenen arbeiteten, die Schleppiloten, Rückholer, Auswerter und wer sonst noch unauffällig seine Arbeit machte im Vorfeld wie auch hinterher.

Ich freue mich schon auf die nächste Ausgabe des Bösinger Starrflügelcups

Rückholer

Weitere Infos zur Meisterschaft gibt’s unter

www.dfvb.de

www.DHV.de

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