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22. Juli 2008
Hammertag im Juni – neuer Streckenflugrekord vom Dreifaltigkeitsberg
Eine seltene Wetterlage am 22.06.08 – eine Konvergenz bei labiler Schichtung und 25 km/h Südwestwind nutzten gleich drei Piloten der Spaichinger Drachenflieger um sich vom Hausberg aus auf den Weg zu machen.
Mit Erfolg: Florian Kotscharnik auf Atos VR konnte mit seinem Flug über 186 km einen neuen Rekord für einen Flug vom Dreifaltigkeitsberg aufstellen.
Aber auch Thomas Sterzing flog mit seinem Atos 149,4 km, Bernd Weist mit seinem Aeros Combat über 100 km (leider ohne gültigen Tracklog).
Sehr schön ist an den aufgezeichneten Tracks und den Landepunkten die vorherrschende Windrichtung erkennbar.
Noch mehr Kilometer kamen bei der anschließenden Rückholaktion zusammen. Gegen 2:00 Uhr waren alle drei Piloten wieder zu Hause.

08. Mai 2008
143,6 km FAI Dreieck - neuer Rekord vom Startplatz Klippeneck
Hier ein kurzer Bericht über das bisher größte FAI Dreieck von einem Spaichinger Gelände aus, 143,6km. 287 OLC Punkte am Samstag, 3.5.2008 vom Klippeneck aus.
Folgender Segelflugwetterbericht: Hochdruckeinfluss, gute- sehr gute Thermik mit 1-2/8 Cumuli über dem Bergland, schwacher Ost-Nordostwind von ca. 10km/h in allen Höhen, Basis bis ca. 2300m, Nullgradgrenze bei 2500m, Thermikbeginn ca.10Uhr30!
Ich konnte dann bei herrlicher Wolkenentwicklung über dem Klippeneck erst um kurz nach 12Uhr starten, Charly hat mich wunderbar bis 700m über Grund in die Thermik geschleppt. Ich kam sofort bis an die Basis bei zunächst 2300m, bin dann unter den etwas auslaufenden Cumuli zunächst Richtung Sigmaringen (per GPS) bei schwachem Gegenwind losgeflogen. Es ging auf der südlichen Alb bei Stetten vorbei durchs Sperrgebiet, glücklicherweise am WE nicht aktiv, bis an die südlichsten Wolken nördlich von Sigmaringen vorbei.
Ich habe vor allem an den Händen trotz guter Handschuhe unheimlich gefroren, kein Wunder bei Flughöhe oft knapp unter der Basis bei 0° um 2500m! Dann ca. 10km nordöstlich von Sigmaringen kam ich der einzigen noch südlicher stehenden Cumulantenstraße am nächsten und konnte diese ohne größeren Höhenverlust erreichen und dort wieder zäh aufdrehen. Dieser Sprung nach Süden war für die Vollendung eines FAI Dreiecks wichtig, vorher habe ich schon den Farrenberg als 2. Wendepunkt ins GPS einprogrammiert. Danach gings recht gut quer über die Alb nach NNW Richtung Farrenberg. Dort habe ich bis zu einem winzigen Wolkchen auch wieder die Alb nach NW verlassen mit schönem Blick auf Reutlingen und Tübingen, allerdings ohne Thermik darunter und kam mit deutlichem Höhenverlust wieder unter den ausgefranzten Wolken des nördlichen Albrands an. Auf der Alb ca. 5/8 Cumuli, nördlich davon nur vereinzelte Cumuli. Dann gings weiter Richtung Süden, am Hohenzollern vorbei, sehr schwierig und zäh in Höhen zw. 1500m und 2100m NN, aber ohne die Basis zu erreichen. Dafür wars wärmer und ich konnte „auftauen“. Am tiefsten war ich an den Nordhängen des Eyachtals zwischen Balingen und Albstadt-Ebingen auf ca. 4oom über der Hochfläche. Hier habe ich zusammen mit einem blauen Atos VR einen schönen 1-2m Bart bis zur Basis ausfliegen können. Dann unter den relativ ausgebreiteten Wolken weiter mit Sicht aufs Klippeneck und nach mehrfachem Aufdrehen unter inzwischen 6-7/8 Bedeckung guter Bart direkt über Spaichingen bis zur Basis mit den vielen Segelfliegern. Am Schluss langer Geradeausflug Richtung WNW mit wenig Höhenverlust an Trossingen vorbei und über Deißlingen hinweg bis zur Autobahn A81 südlich der Eschachtalbrücke. Dort bin ich umgedreht und im langen Gleitflug zurück zu unserem Landeplatz zwischen Balgheim u. Spaichingen geflogen. Landung bei umlaufenden schwachem Wind um 18Uhr nach 5Std.50Min Flugzeit.
Es war ein sehr guter Tag mit ausgebreiteten Cumuli, dafür waren die Bärte durch die vielen Segelflieger markiert.
Besonders freut mich, dass auch Danny, Florian, Pele und Joachim ordentliche Strecken geflogen sind. Es war einfach genial!!
Besonderen Dank an Norbert und Charly als Startleiter und UL-Pilot!!
Vielleicht können wir an dem nächsten sich anbahnenden „Hammertag“ schon um vor 11Uhr in der Luft sein, am 3.5. waren die ersten guten Wolken mit steigenden Seglern bereits um 10Uhr45 da.
Thomas |