Es ist Pfingsten – und damit wieder Zeit für den traditionellen Vereinsausflug der Spaichinger Drachenflieger. Über 20 Piloten nahmen in diesem Jahr teil und machten den Ausflug zu einem besonderen Ereignis.

Am Samstagmorgen startete die Gruppe in Richtung Aspres-sur-Buëch in den französischen Alpen. Das Fluggebiet eignet sich sowohl für die Schulung als auch für UL-Schlepps und bietet damit ideale Voraussetzungen für Piloten aller Erfahrungsstufen.

Der Sonntag brachte jedoch kräftigen Nordwind, sodass Flüge in Aspres-sur-Buëch nicht möglich waren. Daher wurde kurzerhand auf das Fluggebiet Courtet ausgewichen. Dort angekommen stellte sich allerdings heraus, dass die Landewiese noch nicht gemäht war. Für die Flugschüler war die Landewiese daher nicht geeignet. Einige erfahrene Freiflieger entschieden sich dennoch für den ersten Flug der Woche.

Auch am Montag verhinderte der Nordwind Flugbetrieb in Aspres-sur-Buëch. Diesmal fiel die Wahl auf Laragne als Ausweichgebiet. Der Nordstartplatz am Chabre bietet ausreichend Platz, um zahlreiche Drachen komfortabel aufzubauen. Der riesige, frisch gemähte Landeplatz sorgte zudem für ideale Landebedingungen und einen gelungenen Flugtag.

Am Dienstag öffnete sich schließlich ein erstes, wenn auch kurzes Wetterfenster für Flüge in Aspres-sur-Buëch. Dieses wurde natürlich sofort genutzt. Vor dem Start wartete allerdings eine weitere Herausforderung. Die Zufahrt zum Gipfel befand sich in einem äußerst schlechten Zustand. Die größte Schwierigkeit des Tages bestand daher darin, die Fahrspur mit den wenigsten Schlaglöchern und Spurrillen zu finden. Etwas einfacher hatten es die Piloten, die sich direkt vom Flugplatz – praktischerweise unmittelbar neben dem Zeltplatz gelegen – per UL-Schlepp in die Luft bringen ließen.

Für Mittwoch war erneut starker Nordwind vorhergesagt. Ein Teil der Gruppe entschied sich deshalb für ein Alternativprogramm und fuhr ans Mittelmeer oder bezwang den in Aspres-sur-Buëch gelegenen Klettersteig. Die Optimisten, die sich dennoch auf den Weg nach Courtet machten, wurden nicht nur mit fliegbaren Windverhältnissen sondern ebenfalls mit einer frisch gemähten Landewiese belohnt. Damit stand einem erfolgreichen Flugtag nichts mehr im Wege.

Am Donnerstag waren die Thermikbedingungen eher bescheiden. Für die Flugschüler bot sich jedoch die Gelegenheit, weitere wertvolle Flüge in Aspres-sur-Buëch zu absolvieren und zusätzliche Erfahrung zu sammeln.

Am Freitag ging es erneut nach Laragne auf den Chabre. Nachdem der Wind etwas nachgelassen hatte und alle Piloten starten sowie sich am Hang halten konnten, bot sich ein beeindruckendes Schauspiel: Nahezu die gesamte Drachenfliegergruppe kreiste gleichzeitig am Berg und sorgte für ein unvergessliches Bild am Himmel.

Da die Wetterprognosen für Samstag vielversprechend ausfielen, beschlossen viele Teilnehmer spontan, ihren Aufenthalt um einen Tag zu verlängern und die Heimreise auf Sonntag zu verschieben. So konnte die Gruppe einen zusätzlichen Flugtag in Aspres-sur-Buëch genießen, bevor es schließlich wieder zurück in die Heimat ging.

Einmal mehr bot der Vereinsausflug eine gelungene Mischung aus Fliegererlebnissen, gemeinschaftlichen Aktivitäten und geselligen Stunden – und wird den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben.